Karate
Abteilungsleitung: Christian Pürkner
Stellv. Abteilungsleitung: Ernst Aiglstorfer
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Unser Stil
Wir betreiben die Stilrichtung Shotokan-Karate, eigentlich Karate-Do (der Weg der leeren Hand), wie es heutzutage im Bayerischen Karate Bund (BKB) bzw. dem Deutschen Karate Verband (DKV) gelehrt wird.
Ursprünglich wurde Shotokan durch Meister Gichin Funakoshi begründet und hat seinen Ursprung auf den Ryukyu-Inseln. Karate ist einerseits waffenlose Selbstverteidigung, wird aber auch mit historischen Waffen geübt, z.B. einem hölzernen Langstock (Bo). Diesen Teilbereich des Karate nennt man Kobudo bzw. Kobujutsu. Die Grundtechniken des modernen Karate übt man nach folgenden Grundsätzen:
1. stabler Stand, Hüfteinsatz, direkte Techniken,
2. schnell-langsam, hart-weich, Anspannung-Entspannung,
3. Entwicklung der Kraft durch Verbindung der Bewegung mit der Atmung.
Inhaltlich basieren Karate und Kobudo auf drei Bereichen: Grundschule (kihon), Formen (kata) und Partnerübungen (kumite):
1. Grundschule (kihon)
Die Übung an den Grundtechniken ist die Basis für alle weiteren Inhalte des Karate. Man sagt: "Wenn eine Technik in der Grundschule nicht exakt ist, so kann sie in der Kata oder im Kumite auch nicht stimmen." Die Konzentration auf die technische Ausführung der Bewegungen (kihon) und der Wechsel zwischen An- und Entspannung (kime) führen zu mehr Körperbewusstsein und Wohlbefinden. Darüberhinaus ist es Meditation in der Bewegung.
2. Formen (kata)
Kata bestehen aus festgelegten Technikabfolgen, die nach einem bestimmten Schrittdiagramm im Raum (Embusen) gelaufen werden. Das wichtigste ist die geistige Vorstellung der Anwendung einer Kata. Jede Kata hat unterschiedliche technische Schwerpunkte und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Manche Kata eigenen sich auch zur Anwendung traditioneller Waffen, aber auch als Atemübung zur Regeneration. Kata kann also zur Technikschulung, für die Gesundheit aber auch als Geistesübung gesehen werden.
3. Parterübungen und Freikampf (kumite)
Die Prinzipien aus Kihon und Kata und taktisches Verständnis bilden die Basis für das Kumite. Bei den grundlegenden Partnerübungen (kihon kumite) steht das Gewinnen oder Verlieren nicht im Vordergrund. Wichtig ist die gemeinsame Perfektionierung der Übungen. Die Partnerübungen werden stufenweise bis zum Freikampf aufgebaut. Hier sind die richtige Distanz, Zielregion, Deckung, Timing oder die Bewegung im Raum usw. effektiv einzusetzen. Im Freikampf ist der Stand höher und die Techniken oft schneller und fliessender als in den Basiskampfübungen. Der Partner ist ehrlich, trotzdem aber kontrolliert anzugreifen. Jede Technik muss in jedem Augenblick beherrschbar bleiben und jederzeit eine andere Handlung möglich sein. Im Kobudo gibt es ebenfalls Partnerübungen, aber keinen Freikampf.
Diese drei Bereiche (kihon, kata und kumite) sind miteinander verknüpft und sind als Einheit zu verstehen.
Leitsätze - Dojokun
Neben der Gesundheit des Körpers achtet man im Karate auch auf die richtige Geisteshaltung und die Entwicklung des Charakters. Dazu gehört die Beachtung der fünf Leitsätze, die Dojokun. Sie wurden um 1750 von Meister Sakugawa überliefert, betreffen grundlegende Werte und sind bis heute richtungsweisend in den traditionellen Kampfsportarten. Die Dojokun betreffen:
1. die Konzentration auf sich.
2. die Achtsamkeit gegenüber anderen.
3. die Arbeit an der Willenskraft und Ausdauer.
4. die Beachtung der Verhaltensregeln.
5. eine friedliche Einstellung und gewaltfreies Handeln (im Karate gibt es keinen ersten Angriff).
Unser Angebot in Kurzform
1. Meditation - zur Einstimmung auf das Training.
2. Gymnastik - Verbesserung der Koordination, Kondition, Kraft und Beweglichkeit.
3. Kihon - technische und taktische Grundlagen.
4. Kata - traditionelle Formen als "Schattenkampf" gegen imaginäre Gegner.
5. Kumite und Kata-Bunkai - Partnerübungen, sportlicher Wettkampf und Selbstverteidigung.
6. Sound-Karate - modernes kindgerechtes Training, unterstützt durch Musik und Spiele.
7. Kobujutsu / Kobudo - traditionelle Waffenübungen des Karate.
8. Regeneration - langsame Bewegung kombiniert mit der Atmung schafft Entspannung.
Karate ist also: Sport, interessante Kampfkunst aber auch eine Lebenseinstellung die vollen körperlichen und geistigen Einsatz und ein respektvolles Miteinander lehrt. Es ist eine vielseitige Kampfkunst und als Vereinssport hervorragend zum Erhalt und zur Verbesserung der Gesundheit geeignet. Karate macht Freude und kann lebensbegleitend von allen Alterstufen geübt werden. Unser Motor ist eine ehrliche und freundschaftliche Atmosphäre!
Weitere Informationen unserer Dachverbände
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| Bayerischer Karate Bund e.V. | Ryukyu Kobujutsu Hozon Shinkokai |
Achtung - neue Kurse !
Neu- und WiedereinsteigerInnen können jederzeit am Dienstag ab 18:30 Uhr in der Realschule Puchheim mitmachen. Wer sich nicht fest beim FC Puchheim anmelden möchte, kann durch eine 10er Kurskarte am Trainingsangebot teilhaben. Einzeltraining ist möglich. Einfache Sportkleidung genügt. Ein Probetraining ist kostenlos.





